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Inoffizielles Wissen

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Inoffizielles Wissen

Wozu dieser Artikel dient

Dieser Artikel enthält Hintergrundwissen, das in der Welt von Apocalypse-Survivor nur teilweise oder gar nicht bekannt ist. Er richtet sich an Schreiber und Leser der Wiki – als Grundlage für konsistente Storys, Logik und Weltaufbau.

Wichtig: Die meisten Überlebenden kennen diese Informationen nicht. Sie arbeiten mit Gerüchten, fragmentierten Daten, lokalen Beobachtungen und widersprüchlichen Erzählungen. Dieser Artikel beschreibt hingegen den „wahren Zustand“ im Hintergrund.

Gesicherter Einschlagsort (Hintergrundwissen)

Der Asteroid schlug am 19.08.2032 nicht irgendwo „in Asien“ ein, sondern in einer konkret eingrenzbaren Zone im Nordwestpazifik.

Einschlagsregion: Pazifik – vor der Ostküste Honshūs (Japan), im offenen Meerbereich der japanischen Pazifikseite
Charakter: Einschlag ins Meer mit massiver Wasserverdrängung, Schockfronten, Seebodenzerstörung und sekundären tektonischen Kaskaden

Diese Lage erklärt, warum der Ursprung der Katastrophe an der Oberfläche unklar blieb: Küsteninfrastruktur und Kommunikation starben sofort, danach folgte weltweiter Systemkollaps. Japan wurde innerhalb kürzester Zeit zur Kernruine – nicht als einzelnes „Ereignisgebiet“, sondern als zusammenbrechender Archipel unter Tsunami-, Feuer- und Kontaminationswellen.

Warum „Japan verschwand“

Japan ist nicht im wörtlichen Sinne ausgelöscht – aber als funktionierender Staat und als zusammenhängender Lebensraum zerbrach es in wenigen Wochen. Der Einschlag vor Honshū erzeugte eine Mehrfachkaskade:
  • Tsunamiwellen trafen die Pazifikküste wiederholt (nicht eine einzelne Welle, sondern Systeme aus Wellenfronten)
  • Industriekatastrophen an Häfen, Chemie- und Treibstoffanlagen eskalierten
  • Energiezusammenbruch machte Rettung, Evakuierung und Stabilisierung unmöglich
  • Kontamination breitete sich durch beschädigte Anlagen, Brände und Aerosole aus
  • Versorgungstarif: eine Inselnation ohne stabile Häfen ist nicht versorgbar
Für Schreiber gilt: „Japan“ ist im Setting eine verlorene Kernzone – ein Name, der Angst auslöst, weil kaum jemand zurückkehrt und weil die wenigen Daten darüber alt, fragmentiert oder absichtlich verzerrt sind.

Zonenmodell der Katastrophe

Nach dem Einschlag entstand kein einheitlich zerstörter Planet, sondern ein gestaffeltes Zonensystem. Diese Zonen sind keine perfekten Kartenflächen – sie verschieben sich durch Wetter, Jahreszeiten und Sekundärereignisse.

Zone 0 – Ozeanischer Einschlagskern („Kratermeer“)

Das direkte Einschlagsgebiet ist ein dauerhaft instabiler Raum aus zerstörter Meeresstruktur und kontaminierter Umgebung. Schiffsverkehr ist praktisch unmöglich.
  • zerstörter Seeboden, instabile Strömungen
  • Wrackfelder, Trümmerzonen, Treibgut
  • toxische Ablagerungen und unberechenbare Wetter-/Wellenphänomene

Zone 1 – Tsunami-Küstenband (Pazifikring)

Die gefährlichste Folgezone war nicht nur die Druckwelle – sondern die Küstenvernichtung. Küstenregionen wurden in kurzer Zeit entvölkert, überflutet, verbrannt und anschließend geplündert.
  • Japanische Pazifikküste: Kernzerstörung
  • Fernfolgen: russischer Osten/Kurilen, Teile Alaskas, Westküste Nordamerikas, pazifische Inselräume (regionabhängig)
  • Häfen sind Ruinen; Küstenlogistik ist tot

Zone 2 – Asche-/Aerosolring (Himmelbruch)

Der Einschlag schleuderte enorme Mengen Wasser, Salz, Staub und Verbrennungsprodukte in die Atmosphäre. Diese Mischung veränderte Wetter, Licht und Landwirtschaft global.
  • milchiger Himmel, diffuse Sonne
  • abgekühlte Sommer, verlängerte Winterphasen („Impact Winter“)
  • extreme Wetterinstabilität

Zone 3 – Kollapszonen (Systemsterben)

Hier starben Gesellschaften nicht durch Feuer – sondern durch das Ende von Systemen. Diese Zone umfasst weite Teile der Welt, auch weit weg vom Einschlag.
  • Zusammenbruch von Lieferketten
  • Ausfall von Medikamenten, Ersatzteilen, Treibstoff
  • Städte werden binnen Wochen unhaltbar
  • Gewalt und Migration werden zur neuen Geografie

Zone 4 – Überlebensräume (Konklavenräume)

Regionen, die nicht direkt ausgelöscht wurden, aber zivilisatorisch kollabierten. Hier entstehen Konklaven: durch Zugangskontrolle, Disziplin und Ressourcenmacht.
  • Gebirge, Inseln, Randzonen großer Städte
  • Natürliche Barrieren (Pässe, Dschungel, Wüsten, Ruinenknoten)
  • Schutz durch Isolation statt Technik

Die wahre Apokalypse: Systemkaskade

Unabhängig davon, wie stark eine Region physisch zerstört wurde, gilt: Die Welt brach zusammen, weil sie vernetzt war. Die typische Abfolge war:
  1. Kommunikationsbruch (Minuten bis Stunden)
  2. Logistikbruch (Tage)
  3. Energiebruch (Tage bis Wochen)
  4. Versorgungsbruch (Wochen)
  5. Sozialbruch (Wochen bis Monate)
Die meisten Städte starben nicht durch den Einschlag – sondern durch das Ende von Wasser, Strom, Nahrung und Ordnung.

Warum Satellitendaten verschwanden

Die „Wahrheit“ verschwand nicht nur durch Zerstörung, sondern durch den Verlust von Infrastruktur und Kontrolle über Information:
  • Netzausfall: Daten konnten nicht mehr übertragen/verarbeitet werden
  • Prioritätenkollaps: Staaten verloren Koordination, Notfallpläne versagten
  • Archivsterben: Server, Rechenzentren, Backups fielen aus
  • Informationsabschottung (möglich): einzelne Akteure könnten Daten bewusst zurückgehalten haben

Mutationen (Hintergrundwissen)

Mutationen sind kein Mythos, sondern ein global bestätigtes Phänomen. Als Haupttreiber gelten radioaktive Kontamination durch beschädigte Energieanlagen sowie toxische Industrieereignisse in der Kollapsphase. Die genaue Mechanik ist jedoch nicht überall gleich: Manche Veränderungen wirken wie klassische Strahlenschäden, andere wie biologische Anpassung oder parasitärer Befall.

Für Schreiber gilt: Strahlung ist der häufigste Auslöser – aber nicht die einzige Quelle. Mutationen können regional unterschiedliche Ursachen und Ausprägungen besitzen.

Schreiber-Hinweise (Weltlogik)

Dieses Wissen ist ein Werkzeug. Es soll helfen, konsistente Storys zu schreiben und Widersprüche zu vermeiden.
  • Charaktere wissen selten „alles“. Wissen ist Macht und extrem selten.
  • Ein Meereinschlag vor Japan erklärt die globale Krise: Tsunami + Aerosole + Lieferkettenbruch.
  • Konklaven entstehen dort, wo Zugang kontrollierbar ist: Pässe, Inseln, Ruinenknoten, Terrassenstädte, Bunker.
  • „Todeszonen“ sind nicht überall gleich – aber Gefahr existiert überall.
Die Wahrheit existiert. Aber sie gehört nicht der Oberfläche.
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