Asien
Überblick
Asien ist der Kontinent, über dem der Himmel zuerst kippte.Der Asteroideneinschlag selbst wird von den meisten Überlebenden nur als Gerücht, Flammenhorizont oder „Tag des Donners“ erinnert – doch die Folgen trafen Asien in einer Wucht, die viele Regionen dauerhaft auslöschte.
Die genaue Einschlagstelle ist an der Oberfläche bis heute nicht sicher bekannt. Der Konsens unter Überlebenden lautet nur: irgendwo im asiatischen Raum – und alles, was nahe genug war, wurde zur Todeszone.
Asien ist nicht der Ursprung der Apokalypse – aber ihr Epizentrum.
Allgemeine Lage
Asien ist ein Kontinent der Extreme: riesige Landmassen, gewaltige Klimazonen, unüberschaubare Bevölkerungsdichte – und nach dem Einschlag: gigantische Bruchlinien zwischen vollständig zerstörten und überraschend stabilen Bereichen.Typische Muster:
- Todeszonen nahe der vermuteten Einschlagregion: kaum begehbar, kaum Leben, kaum Rückkehr
- Fluchtkorridore: alte Autobahnen, Bahntrassen, Passstraßen – heute Schlachtfelder oder Geisterrouten
- Stadtmeere: Megastädte als endlose Ruinenfelder, überlagert von Bränden, Einstürzen, toxischem Staub
- Randregionen: abgelegene Gebirge, Inseln, Steppe – hier sind die Chancen auf stabile Gemeinschaften höher
Warum Konklaven hier trotzdem existieren
Auf den ersten Blick müsste Asien nahezu „leer“ sein.Doch Konklaven entstanden dennoch – aus drei Gründen:
- Größe des Kontinents: selbst ein massiver Einschlag vernichtet nicht alles
- Vorhandene Strukturen: viele Regionen hatten bereits autarke Muster (Dörfer, Inselgemeinschaften, Bergregionen)
- Staatliche Reste: in manchen Gebieten hielten sich Sicherheits- oder Militärstrukturen länger als anderswo
In Asien ist eine Konklave selten ein Zufluchtsort. Sie ist ein System.
Regionale Muster
1) Einschlagsnähe (vermutete Kernzone)
Diese Gebiete gelten als unbegehbar oder nur kurzzeitig betretbar:- dauerhafte Staub- und Aschebelastung
- kontaminierte Bereiche (auch durch Folgeereignisse)
- instabile Erde, Brüche, sinkende Städte
- extrem aggressive mutierte Fauna
2) Gebirge & Hochländer
Hier entstehen einige der stabilsten Konklaven Asiens:- natürlicher Schutz durch Gelände
- Quellen / Schneeschmelzwasser
- begrenzte Zugänge = kontrollierbar
3) Inselräume
Inselkonklaven können stabil sein, wenn sie:- Fischerei / Küstenressourcen nutzen
- sauberes Wasser sichern
- Boote oder Küstenverteidigung kontrollieren
Wasser war früher eine Grenze. Jetzt ist es eine Mauer.
4) Megastädte
Megastädte sind in Asien weniger „Konklavenraum“ und mehr Albtraumzone:- Instabilität durch Einstürze
- Gase, toxischer Staub, Brände
- unzählige Verstecke → unzählige Bedrohungen
- kleine „Festungen“ in U-Bahnnetzen
- hochgesicherte Türme / Industrieblöcke
- temporäre Märkte mit Gewaltmonopol
Ressourcenlage
Asien besitzt große Ressourcen – aber sie sind oft unzugänglich oder umkämpft.Typische Situation:
- Wasser: je nach Region entweder reichlich oder komplett unbrauchbar
- Nahrung: in vielen Regionen möglich, aber stark gefährdet (Boden, Seuchen, Mutation)
- Alttechnik: riesige Bestände – aber meist in Ruinenfeldern und Todeszonen
- Energie: extrem fragmentiert; einzelne Inseln funktionierender Netze existieren als Legenden
Gefahren
Asien hat einige der härtesten Bedingungen weltweit:- Aschestürme / toxischer Staub in weiten Regionen
- mutierte Zonen mit instabilen Nahrungsketten
- Seuchengebiete durch dichte Ruinen und kontaminiertes Wasser
- Warlord-Strukturen: alte Macht wird durch Kontrolle von Wasser, Medizin und Straßen ersetzt
- Falschzonen: Regionen, die „ruhig“ wirken, aber biologisch kippen (Pilze, Insekten, Parasiten)
Einordnung
Asien ist das Zentrum des Unwissens.Viele Oberflächenüberlebende glauben, der Einschlag habe „dort drüben“ alles ausgelöscht. Andere sind überzeugt, dass gerade dort noch etwas existiert – eine Struktur, ein System, ein Überrest, ein Plan.
Für HAB-Kern 001 wäre Asien der wichtigste Datenraum: ausbleibende Meldungen, tote Zonen, verlorene Signale.
Wenn irgendwo Wahrheit vergraben liegt, dann unter den Ruinen Asiens.