Fahrzeuge
Überblick
Zwei Jahre nach dem Einschlag sind Fahrzeuge nicht verschwunden – aber sie sind kein Standard mehr. Die Oberfläche ist beschädigt, Wege sind unzuverlässig und Treibstoff ist selten. Wer ein Fahrzeug besitzt, besitzt Reichweite – aber auch Risiko: Lärm, Spuren, Pannen und Aufmerksamkeit.Viele Regionen wirken wie zurückgeworfen: Menschen laufen wieder, schieben Karren oder fahren Fahrrad. Motorfahrzeuge existieren als einzelne Ressourceninseln – nicht als Verkehrssystem.
Ein Fahrzeug kann dich retten. Es kann dich aber auch als erstes töten.
Warum Fahrzeuge problematisch sind
In der alten Welt war Mobilität ein Netz aus Straßen, Werkstätten, Tankstellen, Ersatzteilen und Sicherheit. 2034 gibt es davon nur noch Reste.- Straßen sind blockiert, beschädigt oder unpassierbar
- Brücken fehlen oder sind instabil
- Ruinen und umgestürzte Infrastruktur formen Engpässe
- Werkstätten, Hebebühnen und Ersatzteillager existieren kaum noch
Der Engpass: Treibstoff
Der größte Gegner motorisierter Fahrzeuge ist nicht das Gelände – es ist Treibstoff. Benzin und Diesel sind begrenzt, altern und werden unbrauchbar. Viele Restbestände sind verunreinigt, gestreckt oder falsch gelagert.- frischer Treibstoff ist extrem selten
- Altbestände können Motorschäden verursachen
- Transport und Lagerung sind gefährlich

Fahrzeugtypen der Oberfläche
Fahrräder
Das wichtigste Fahrzeug der neuen Welt. Fahrräder sind leise, effizient, reparierbar und benötigen keinen Treibstoff. Selbst beschädigte Fahrräder werden ausgeschlachtet, um andere am Laufen zu halten.- ideal für Boten, Scouts und leichte Karawanen
- Reifen, Schläuche, Bremsen sind Engpassmaterial
- Trage-/Packlösungen entscheiden über Nutzbarkeit

Motorräder
Motorräder sind schneller als jedes Fußteam und besser für schwieriges Gelände als viele Autos – aber sie sind laut, auffällig und abhängig von Treibstoff. Viele werden von Warlords, Kurieren oder Räubergruppen genutzt.- hohe Geschwindigkeit, hohe Reichweite pro Treibstoff
- wartungsintensiv
- stark sichtbar und hörbar

Autos & Kleintransporter
Autos existieren weiterhin, aber selten als „Reisefahrzeuge“. Sie sind oft stationär genutzt: als Lager, Barrikade, Generatorplattform oder bewegliche Schutzkiste. Bewegliche Autos sind wertvoll – aber ihr Ausfall ist katastrophal.- gut für Transport und Schutz
- schlecht bei blockierten Straßen
- hohes Pannenrisiko, hoher Treibstoffbedarf

LKWs
LKWs sind in der Theorie mächtig – in der Praxis schwer am Leben zu halten. Wer LKWs noch nutzt, tut das meist innerhalb kontrollierter Korridore, Karawanenrouten oder Konklavenbereiche.- massiver Transportvorteil
- extrem auffällig (Lärm + Rauch)
- hoher Wartungs- und Treibstoffbedarf

Boote
In manchen Regionen sind Boote und kleine Schiffe entscheidend. Wasserwege sind oft weniger blockiert als Straßen – dafür lauern andere Risiken: kontaminierte Ufer, Stürme, fehlende Navigation, Piraterie.- Transport großer Lasten möglich
- Reichweite ohne Straßen
- Gefahr durch Wetter, Drift, Unsichtbarkeit von Bedrohungen

Warum Helikopter und Flugzeuge kaum noch existieren
Fluggeräte sind 2034 fast vollständig aus dem Alltag verschwunden. Nicht weil es sie nicht mehr gibt, sondern weil ihre Nutzung ein stabiles System benötigt, das es nicht mehr gibt.- Wartung extrem komplex, ohne Spezialteile unmöglich
- Treibstoffqualität entscheidend – und selten
- Start-/Landeflächen sind zerstört oder ungesichert
- Navigation, Funkleitstellen und Wetterdaten fehlen
- Lärm macht jedes Fluggerät zu einem Leuchtfeuer

Fahrzeuge als Status & Konfliktquelle
Ein fahrbares Fahrzeug ist 2034 eine klare Ansage: Reichweite, Macht, Ressourcen. Deshalb sind Fahrzeuge häufig Auslöser von Konflikten.- Fahrzeug = Ziel
- Treibstoff = Krieg
- Ersatzteile = Loyalität
Beobachtung
Die Oberfläche ist kein Ort für Geschwindigkeit. Sie ist ein Ort für Kontrolle. Fahrzeuge funktionieren dort am besten, wo Menschen sie nicht als Freiheit begreifen – sondern als Risiko, das nur in klaren Fenstern genutzt werden darf.2034 ist nicht das Zeitalter der Autos. Es ist das Zeitalter der Wege – und Wege gehören denen, die sie halten.